„Was draufsteht, muss auch drin sein!“

Veröffentlicht am 19.10.2013 in Europa

SPD-Abgeordnete unterstützt exaktere Kennzeichnungspflicht für Produkte

Verbraucher sollen künftig leichter erkennen, woher eine Ware tatsächlich stammt. Mit Produktsicherheit und Marktüberwachung hat sich am Donnerstag der Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz des Europäischen Parlaments in Brüssel beschäftigt. Dabei beschlossen die Abgeordneten mehrheitlich auch eine verpflichtende Kennzeichnung des Herkunftslandes für Verbraucherprodukte. „Der Verbraucher hat ein Recht zu wissen, woher seine Ware kommt“, fordert die SPD-Verbraucherschutzexpertin Evelyne Gebhardt: „Wir brauchen deshalb endlich einen klaren und einheitlichen rechtlichen Rahmen für die Herkunftsbezeichnung von Produkten. Tricksereien bei der Angabe des Herkunftslandes darf es nicht mehr geben.“

Bisher fehlen einheitliche europäische Regelungen für die Ursprungsangabe „Made in“. Beim „Made in Germany“-Siegel handelt es sich bisher um eine freiwillige Selbstdeklaration der Hersteller. „Es fehlen klare gesetzliche Spielregeln, wann ein Produkt die begehrte Bezeichnung ,Made in Germany‘ tragen darf“, stellt Evelyne Gebhardt klar: „Immer mehr Konsumenten wollen zu Recht wissen, ob tatsächlich die wesentlichen Produktionsschritte an einem Produkt in dem entsprechenden Land erfolgt sind oder nicht.“ Nach Vorstellung des Binnenmarktausschusses sollen künftig die Anforderungen für die „Made in“-Bezeichnung aus dem EU-Zollkodex für sämtliche Verbraucherprodukte gelten. „Dabei soll der Hersteller die Wahl haben, ob er sich für die Bezeichnung „Made in the European Union“ oder für die Angabe des jeweiligen Mitgliedstaats entscheidet“, erläutert die SPD-Europaabgeordnete. „Diese Kennzeichnungspflicht ist nicht nur im Sinne der Verbraucher und Verbraucherinnen, sondern auch im Interesse der Unternehmen, die in Europa produzieren“, so Evelyne Gebhardt.

 

Mithilfe der am Donnerstag im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz verabschiedeten Verordnungen sollen Verbraucherprodukte in Zukunft auch den Namen und die Anschrift des Herstellers oder EU-Importeurs aufweisen. „Bei der weit vorangeschrittenen internationalen Arbeitsteilung muss die Rückverfolgbarkeit über die Herkunft eines Produktes gewährleistet bleiben“, so Evelyne Gebhardt: „Wir müssen genau hinschauen, wo welche Produkte tatsächlich hergestellt werden, um Verbraucher vor Irreführungen und Sicherheitsrisiken zu schützen.“

Hintergrund:

Der Vorschlag der Kommission sieht vor, die bisherigen Vorschriften über die Beschaffenheit von Produkten sowie über die Marktüberwachung von Produkten zu straffen und zu vereinfachen. Mit der Verordnung über die Sicherheit von Verbraucherprodukten soll künftig eine verpflichtende und nicht wie bisher freiwillige Ursprungsangabe über das „Made in“-Siegel für Nicht-Lebensmittel-Produkte eingeführt werden.

 

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